"Pfaffstätten zu Gast" am Badener PMU-Großrenntag mit dem 5. Vorlauf zum Europäischen Super-Trot-Cup um Euro 15.000,-!, / Sensationelles Gastspiel des französischen Spitzenfahrers Franck Ouvrie und insgesamt 5 PMU Premium-Races, darunter auch das Finale zum PMU-Österreicher-Cup!
S76-Jackpot: Euro 4.669,80
14:30 - Autostartprobe 2jährige Pferde. Bei Bedarf findet im Anschluss ein weiterer Test statt.
14:50 - Qualifikation für Zweijährige
15:10 - Qualifikation 2
15:30 - Probelauf
16:00 - I. Radwerk KFZ-Technik e.U. & e pan Elektrotechnik-Trophy - DW-AZG Euro 1.500,-
16:30 - II. Großer Preis von ERWO PHARMA & Großer Preis vom Eissalon Zakini, Pfaffstätten - EW-AZG Euro 500
17:20 - III. Cup des NÖ Parfumeriewarenhandels - S76-Jackpot Euro 4.669,80
17:50 - IV. VB Baden Beteiligung e.Gen - Trophy - DW-AZG Euro 2.000,-
18:20 - V. Großer Preis vom Wasserleitungsverband der Triestingtal- und Südbahngemeinden - DW-AZG Euro 1.000,-
18:50 - VI. Großer Preis der Marktgemeinde Pfaffstätten - BBM, 11. Lauf - VW-AZG Euro 2.000,-
19:28 - VII. Prix Un Mec d'Heripré - Notar Mag. Roman Janda Trophy - BBM, 12. Lauf - 4SW-AZG Euro
20:00 - VIII. Prix Earl Simon - Super Trot Cup, 5. Lauf powered by Badura, Hauer, Meszaros-Bartak u. Patschnik - VW-AZG 2.500,-
20:32 - IX. Prix Davidson du Pont - Trabertrainer Günther Hummel sen. Gedenkrennen - BAM, 6. Lauf - DW-AZG Euro 2.000,-
21:02 - X. Prix Commander Crowe - Rechtsanwalt Mag. Bernhard Österreicher-Trophy - EW-AZG Euro 500,-
21:32 - XI. Prix Black d'Avril - Markus "Blacky" Schwarz-Gedenkrennen - Tour Trotteur Francais
Desiderio, Mark Schermer und Intinori sind im STC-Finale in Berlin dabei!
Favoriten in der Badener Elimination mühelos
Die Nachbargemeinde Pfaffstätten organisierte „ihren“ traditionellen Renntag zusammen mit dem BTV nahezu perfekt, das Wetter passte ebenso, und die vielen Besucher sorgten für die entsprechende Stimmung. Von der übrigens auch der französische Stargast Franck Ouvrie samt Gattin Cecile und Emmanuelle Morvillers von der „Societé Francais“ sehr angetan waren. Wermutstropfen waren die Rennzeiten, die ja immer von der PMU vorgegeben sind: gleich vier der fünf waren für 20 Uhr und danach angesetzt – da sind in Frankreich kaum noch PMU-Lokale geöffnet.
Auch am Rennplatz schwindet da bereits das Publikum, keine guten Voraussetzungen für wirklich hohe Umsätze da und dort. – Der Qualität der Veranstaltung tat dies freilich keinen Abbruch, vor allem dem 5. Vorlauf zum Europäischen Super-Trot-Cup blickte man mit großen Erwartungen entgegen. Leider konnte kurzfristig Postillion nicht antreten, den nach seiner Anreise eine schwere Augenentzündung ereilte. Mit der „Meile“-Taktik triumphierten neuerlich Desiderio aus dem byerischen Stall Wieserhof und Christoph Schwarz, dahinter schafften es auch Mark Schermer und Intinori (Victor Gentz) ins Finale, das Co-Favorit Espada als Vierter verpasste. Vor allem für den Wahl-Österreicher Johan Buijs freuten sich alle, der Mark Schermer ein ideales Rennen nach Berlin verschaffte.
Es war eine Blaupause der Badener Meile: Chris Schwarz und Desiderio übernahmen auch im „STC“ praktisch ohne Gegenwehr das Kommando, konnten unterwegs das Tempo ordentlich herausnehmen (1. Kilometer 1:18), um auf der letzten Halben nochmals richtig Gas zu geben. Jahressieg Nr. 7 für den Lindinger-Crack! Mit 1:15,4a/ 2100 war es der bisher langsamste Vorentscheid überhaupt in Baden bzw. insgesamt heuer von allen fünf Vorläufen, doch ist eben nicht die Zeit, sondern oft die Taktik ausschlaggebend. Christoph Schwarz genoss den Moment sichtlich, ging die Parade wieder zu Fuß, klatschte mit Fans ab und stieß an der Barriere sogar mit einem Gläschen an.

"Hände voll" steuerte Chris Schwarz den Stall Wieserhof-Crack Desiderio als überlegenen Sieger des STC-Vorlaufes über die Ziellinie.
Ganz nach Wunsch der holländischen Anhänger lieferte hinter dem Piloten Johan Buijs mit Mark Schermer ab, und auch Intinori gelang eine Punktlandung in Richtung Berlin. Was auf Rang vier gleichzeitig natürlich eine Enttäuschung für den „Schweizer“ Espada bedeutete. „Best of the rest“ wurde Kendall Jackson (Franz Konlechner), der sich so wie auch schon in der Badener Meile sehr gut verkaufte.
Der Rahmen
Einmal mehr dominierte Cornelia Mayr als verantwortliche Betreuerin: Selbst scorte die Trainerin zur Einleitung mit Joceline BR in starken 1:15,5a/ 1600, Tochter Steffi steuerte Power Conway bei, und auch für Unity Venus (Sabine Schatzdorfer) sowie den hochtalentierten 3j. Schweden Admiral Crown (mit seinem Owner Manfred Strebel) zeichnete „Conny“.

Riesengroßer "Bahnhof" der Marktgemeinde Pfaffstätten mit Bürgermeister Christoph Kainz an der Spitze für das Siegerduo Manfred Strebel und Admiral Crown.
Ein Double ist auch für Christoph Schwarz, bekanntlich gebürtiger Salzburger, nichts Ungewöhnliches: Vor Desiderio scorte er mit dem fantastisch gezogenen 3j. Italiener Immer Wieder Home, der beim Lebensdebüt für österreichische Interessen flotte 1:16,2a/ 1600 zeigte und somit Trainer Robert Gramüller zu einem Doppelschlag verhalf.
Dass die Marke von Desiderio nicht Tagesbestzeit bedeutete, lag an Aconcagua und Rudi Haller, die das Teilnehmerfeld von hinten aufrollten und dank 1:15,3a/ 2100 ebenfalls für rot-weiß-rote Besitzer-Farben siegten.

Der in Hochform agierende Aconcagua gewann nach Belieben seines Steuermannes Rudolf Haller in der "TBZ".
Die vierte 15er-Siegerzeit an diesem Großrenntag lieferte zum Ausklang der hochfavorisierte Franzose Gordon Mijack ab. Franck Ouvrie musste ihn zwar über den ersten Bogen etwas „tragen“, dann war er aber nicht mehr zu halten und schlug in 1:15,5/ 2125 überlegen an. Es war übrigens der 13. volle gemeinsame Erfolg von Gordon Mijack und Ouvrie, denn die beiden hatten sich schon in Frankreich prächtig verstanden. Dem Vernehmen nach war „Gordon“ im Verkaufsrennen von Paris-Enghien am 25.Juni (und einem Ehrenplatz in 1:13,2/ 2900) um knapp mehr als 15.000 Euro „weggegangen“.
Ansonsten feierte Eve de Veluwe (Erich Kubes) „endlich“ wieder einen vollen Erfolg, zeigte die 5j. Französin Liliane (Josef Maier) wieder ihr ausgeprägtes Lauf- und Stehvermögen und blieb Cupcake Venus (Johann Lichtenwörther) auch nach ihren dritten Antreten ungeschlagen: In 1:17,6a/ 2100 holte sich die Jake-Tochter trotz harter Gegenwehr auf der Schlusshalben das Finale des „PMU-Österreicher-Cups“.
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Pressetipps
Vier-Länderkampf im sonntägigen Super Trot Cup-Vorlauf in Baden!
Schweiz - Holland - Deutschland - Österreich
Zwei Wochen nach der Badener Meile steht den Traberfans bei „Traben Hautnah“ der nächste internationale Leckerbissen ins Haus: Die mit sogar 15.000 Euro dotierte Super-Trot-Cup-Elimination ist nach bislang vier Qualifikationsläufen die fünfte und letzte Möglichkeit, das „Grande Finale“ am 15. August in Berlin-Mariendorf zu buchen. Alle drei Erstplatzierten dürfen dann um wohlfeile 70.000 Euro antreten. Baden ist zum sechsten Mal in Serie dabei (2020 und 2021 war der STC wegen „Corona“ ausgefallen), zum dritten Mal gibt es einen „Solo-Bewerb“, nachdem drei Ausscheidungen aufgrund des großen Andrangs geteilt hatten werden müssen – siehe Siegerliste. Aber gerade auch als Einzelrennen ist eine hohe Attraktivität und viel Spannung gegeben. Neben Gastgeberland Österreich, Deutschland und Schweiz kam Holland deshalb dazu, weil Mark Schermer in der Heim-Quali von Wolvega nach Behinderung früh galoppierte, sein Team jedoch unbedingt in Berlin dabei sein will und hier eine zweite Chance erhält. Trainerin Yvonne Wagenaar ist übrigens die Tochter von Jan Wagenaar, der 2002 die Badener Meile mit Kilimanjaro Montana gewann…
Das Neunerfeld kann man durchaus dreiteilen: in drei Favoriten (Mark Schermer, Desiderio, Espada), drei Herausforderer (Postillion, Power Hill, Intinori) und drei Außenseiter mit Auge auf eine Geldprämie (Lion Brodde, Hockstedt, Kendall Jackson). Mark Schermer (Johan Buijs) war, wie schon erwähnt, Favorit in Wolvega, ehe er ausschied; vor allem auch sein zweiter Platz im Mai zum deutschen Derbyfavoriten Fragolino Rosso fällt auf.
Desiderio (Christoph Schwarz), sechsfacher Saisonsieger, gilt natürlich als exzellenter „Flieger“ – „Fast-Bahnrekordhalter“ in Wien dank 1:11,8 (6. April) und aktueller „Meile“-Triumphator –, muss freilich auch über die 500 Meter längere Distanz stark beachtet sein.

Beeindruckten in der Badener Meile: Desiderio und Christoph Schwarz!
Dazu der italienisch gezogene, in Schweizer Besitz befindliche, in Frankreich stationierte Espada (Franck Ouvrie), dessen jüngsten zwei Siege absolute Empfehlungen darstellen.
Espada wird am Sonntag in Baden von Franck Ouvrie pilotiert!
„Zur Berliner STC-Quali war er nicht ganz okay, also muss ich nach Baden fahren“, um ins Finale zu kommen“, sagt Victor Gentz über seinen Intinori, der alleine im Vorjahr als Seriensieger über 40.000 Euro verdiente.

Aus Nordrhein-Westfalen reist Victor Gentz mit Paradepferd Intinori nach Baden.
Als guter Beginner kann sich aber auch Postillion (Peter Platzer), der sich bei seinen bisherigen Einsätzen in Baden wohl fühlte, eine Lage verschaffen, die ihn ins Finale bringt. Was natürlich auch auf Power Hill (Gerhard Mayr) zutrifft, der mit einem Postillion sicher etwa auf Augenhöhe ist.

Trägt aus heimischer Sicht die größten Hoffnungen: Power Hill
Vom restlichen Trio spricht für Lion Brodde (Gregor Krenmayr) die Startposition, für den treuen Kämpfer Hockstedt (Harald Sykora: „Ich hatte in der Meile leider kein Glück“) seine stete Einsatzbereitschaft und für Kendall Jackson (Franz Konlechner) jene guten Momente, in denen er heuer auch schon lohnende Platzierungen holte. Auch dieses Trio sollte man in der Viererwette nicht vernachlässigen.
Fazit: ein überaus interessantes Rennen, in dem einmal mehr der Rennverlauf bzw. die (bessere) Taktik den Ausschlag geben dürfte.
Der Rahmen …
… ist gekennzeichnet von weiteren vier PMU-Premium-Rennen, darunter zum Abschluss die „Tour Trotteur Francais“ mit „Geldschrank“ Gordon Mijack, der 10jährig heuer seinen Rekord von 1:10,3 lief und der – welch Geschichte – wieder mit seinem ehemaligen Trainer Franck Ouvrie zusammenkommt: Die beiden haben zwischen September 2019 und Ende 2023 zwölf Rennen miteinander gewonnen! In Berlin aber war’s zuletzt knapp, und von Haus aus geschlagen werden sich die heimischen Cracks auch nicht geben. – Von 13 qualifizierten Pferden wollen sich davor nur sechs um das „PMU-Österreicher-Finale“ bewerben, was man erst verstehen muss. Immerhin mag man Nera’s Best Guy (Gerhard Mayr) und Cupcake Venus (Johann Lichtenwörther) durchaus in Richtung Zucht-Preis beobachten.
Die meisten der Rennen stehen natürlich unter der Patronanz der benachbarten Marktgemeinde Pfaffstätten, deren Bürgermeister Christoph Kainz bestimmt wieder emotional zum traditionellen Großheutigen aufrufen wird. Zweimal (2. und 6. Rennen) wird im Rahmen auch Franck Ouvrie (mit Außenseitern) zu sehen sein. Los geht’s jedenfalls um 16 Uhr mit so manch interessantem Kandidaten über 1600 Meter. – Ab dem 3. Rennen wird der Jackpot in der „S76“-Wette ausgespielt, dann sieht man bald weitere Talente am Ablauf, vor allem das mögliche Duell zwischen den toll qualifizierten Fargo (Franz Konlechner) und Immer Wieder Home (Christoph Schwarz) sollte man sich ansehen. Letzterer stammt etwa aus der ehemaligen italienischen Zuchtrennsiegerin Vanatta und befindet sich in österreichischem Besitz. – Doch auch direkt darauf präsentieren sich im 6. Rennen mit Ranomi Flevo (Wolfgang Ruth) und Admiral Crown (Manfred Strebel) zwei hochgehaltene, international gezogene Dreijährige. Alles unter dem Motto: Jugend an die Macht!
Etwas ältere Cracks bestreiten anschließend den PMU-Auftakt, wobei interessant ist, dass Rudi Haller hier seinen einzigen Starter hat, Aconcagua freilich trotzdem mit Daria (Gerhard Mayr), For Love AS (Gregor Krenmayr), Super Crown (Kurt Sokol) und Flair Venus (Johann Lichtenwörther) starke Gegnerschaft vorfindet.
Superstar Franck Ouvrie zu Gast!
„Franck kommt echt zu Euch?“, war Markus Monstein, Manager des Schweizer Stalles Allegra Racing Clubs, freudig überrascht, und es überzeugte ihn endgültig, mit Espada nach Baden zu reisen. Ouvrie wird auch „Geldschrank“ Gordon Mijack in der „Tour Trotteur Francais“ steuern. Obwohl natürlich auch für den Rahmen vom BTV kostenfrei angeboten, wollten ihn aber leider nur zwei weitere Besitzer engagieren…
Franck Ouvrie (54) kommt aus der „Schule“ von Jean-Pierre Dubois, war dort als junger Mann mit Kumpel Thierry Duvaldestin beschäftigt und schlug später eine schöne Karriere ein: über 1.700 Siege, Fahrer-Triumphator im „Grand National du Trot“ 2013, Sechster im französischen Championat 2015, in ganz Europa bekannt durch „Millionär“ Earl Simon, Zweiter im Prix d’Amérique 2020 mit Davidson du Pont, mehrfacher „Gruppe“-Sieger in Frankreich. Dem sympathischen Pariser rufen wir ein „Bienvenu à Baden“ zu!








